Wearables Tech

Was sind Wearables?

Wearables Definition und Informationen zum Tech-Trend

Auf der Suche nach den Urahnen der Wearables begeben wir uns in eine aus heutiger Sicht lange vergangenen Zeit: Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Computer, so sie denn schon eingesetzt wurden, mehrere Räume füllende Ansammlungen von Kabeln, Schaltkästen und Lochkarten. Diese standen zumeist in Unternehmen, an eine Nutzung in Privathaushalten dachte niemand. So soll Thomas J. Watson, damaliger Vorstandsvorsitzender des Computer-Riesen IBM, noch in den 40er Jahren erklärt haben: „Ich glaube, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht 5 Computer“. Die Geräte waren solche, die über die Leistung eines modernen Taschenrechners verfügten und denen ein geringer weltweiter Bedarf vorausgesagt wurde.

Wir spulen ein paar Jahre in die Zukunft, ins hier und jetzt. Ein Leben ohne Computer ist nicht mehr denkbar. Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben.

Von stationären Desktop-PCs über Tablets und Smartphones, bis hin zur simplen Küchenmaschine, die sich ohne Bits und Bytes nicht mehr drehen würde. Das Digitale hat das Analoge in vielen Bereichen unseres Lebens nahezu vollkommen verdrängt.

Was sind Wearables? Wearables auf Deutsch erklärt:

Die Geschichte der Wearables ist noch nicht so lang. Erst seit wenigen Jahren halten die Geräte Einzug in unser Leben. Die Bekanntheit steigt. Mittlerweile kennt man Wearables auch außerhalb der wohl informierten Kreise im Internet. Dennoch: Viele Menschen kennen den Begriff Wearable noch nicht, wenngleich sie diese auch schon nutzen.

Sie finden zum Beispiel bereits Anwendung in folgenden Bereichen:

  • Gesundheit und Vorsorge: Digitale Blutzucker- und Blutdruck-Messgeräte
  • Fitness-Armbänder: Zum Tracken der täglichen Bewegungen
  • Laufuhren: Zum Anzeigen von Weg und Pace

Damit die Bedeutung, die diese Gadgets für Gegenwart und Zukunft haben, in der Öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer wird, hier nun der Versuch einer Erklärung zur Frage "Was sind Wearables?" in nur einem Satz: Wearables sind Computer, die so klein sind, dass Sie weder einen Raum ausfüllen, noch einen Schreibtisch benötigen, sondern zum Beispiel als Armband und Brille getragen oder in Kleidung eingearbeitet werden können. Sie erledigen dabei meistens wenige, dafür aber extrem smarte Dienste und sind oftmals direkt mit dem Internet verbunden. So kann zum Beispiel ein Blutdruckmessgerät, welches dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum am Arm getragen wird, durchaus als Gerät aus dem Bereich Wearable Computing bezeichnet werden. Durch die große Vielfalt der Endgeräte und Anwendungsgebiete, ist es schwer, Wearables zu erklären und vor allem als klare Gruppe abzugrenzen.

Wearables im Alltag - Gesundheit, Lifestyle, Fitness

Gesundheit

Wearables können genutzt werden, um Parameter, wie zum Beispiel die Herzfrequenz oder die zurückgelegten Schritte aufzuzeichnen. So kann die eigene Gesundheit überwacht werden. Darüber hinaus animieren die zugehörigen Apps den Träger eines Wearables zu mehr Bewegung.

Lifestyle

Unterwegs schnell die neuesten WhatsApp-Nachrichten auf der Smartwatch checken, sich mit Freunden verabreden und mit der neuen App direkt nach einer Bar in der Umgebung suchen. Wearables bieten unbegrenzte Lifestyle-Möglichkeiten.

Fitness

Den letzten Lauf hast Du per Smartwatch getrackt, deine Ernährungsdaten trägst Du in die App deines Fitness-Armbands ein, die Wiederholungen auf dr Hantelbank trägst Du über dein Wearable in ein anderes Programm ein. Keine Frage: dein Wearable hilft Dir bei einer guten Fitness.

Fasst man die Frage "Was sind Wearables?" nun etwas weiter und erklärt man genauer, kann die Definition in etwa wie folgt klingen. Im Allgemeinen werden heute eher solche Micro-Computer als Wearables bezeichnet, die eine Funktion im Lifestyle-, Gesundheits- oder Fitness-Bereich haben. Ein gutes Beispiel hierfür sind Fitness-Armbänder oder Fitness-Tracker. Dauerhaft am Handgelenk getragen, sorgen diese dafür, dass ihr Träger stets über relevante Parameter, die seine Fitness und Gesundheit betreffen, informiert ist. Sie sammeln Daten über die bereits am Tag zurückgelegten Kilometer, den daraus resultierenden Kalorienverbrauch und in manchen Fällen sogar über den Schlaf des Trägers. Alle Informationen sind sofort abruf- und verfügbar. Geräte, wie Jawbone UP oder das Nike+ Fuel Band sollen hier als Beispiele genannt werden.

Die Prototypen für diese Sport-Tracker liegen im Spitzensport. Hier werden schon seit vielen Jahren Sportler mittels smarter und ultra-tragbarer Devices vermessen, damit diese ihre Leistung auf der Bahn, auf dem Feld oder dem Rasen steigern können. Über die Medien und befeuert vom gesteigerten Fitness-Interesse der heutigen Zeit, schafften Wearables den Sprung in den Massenmarkt.

Wearables sind kleine Computer, die am Körper getragen werden und dem Träger als ständig verfügbare Schnittstelle in die digitale Welt dienen.

Smartwatches: Wearable für den Massenmarkt

Erst das Unternehmen Apple im September 2014 die Apple Watch vorgestellt hat, wuchs das Bewusstsein der Menschen für das Thema Smartwatch. Dabei sind die Bestrebungen, eine solche Uhr zu entwickeln bereits sehr alt. Auch gab es bereits einige Konkurrenten, wie zum Beispiel die Pebble, die schon im Markt waren, als der Riese aus Cupertino noch nicht präsent war. War es vor vielen Jahrzehnten noch der Traum vieler Fernsehzuschauer, eine Uhr, wie Captain Kirk und Co. zu besitzen, mit deren Hilfe man kommunizieren und Informationen erhalten kann, ist dieser Wunsch heute Realität geworden. 

Besonders spannend an diesen Wearables ist die Möglichkeit, die Funktionalität mittels heruntergeladener Apps zu erweitern. Die Devices folgen so nicht nur einem vordefinierten Ziel und Zweck, sie können auf die jeweilige Situation beziehungsweise den Träger hin personalisiert werden. Die Sensoren und Aktuatoren unterstützen die Software. Smartwatches sind also ideale persönliche Assistenten.

In der Regel funktionieren die Uhren aber nicht als Standalone-Gerät. Sie müssen stets mit einem Smartphone verbunden sein, an das sie die gesammlten Daten schicken und das dann im Anschluss aus den Bits & Bites analysen und verständliche Grafiken und Auswertungen beziehungsweise Daten für die Uhr erstellt. Diese Daten gehen dann wieder an die Smartwatch zurück, der Nutzer kann diese dann auf dem Display der Uhr ablesen. Das Zusammenwirken beider Geräte hebt die Limitierungen im Speicher und der Rechenleistung der Uhr auf und machen die Interaktion zwischen Nutzer und Werarable und auch die Intenetnutzung praktikabel und angenehm.

Smartwatch Schema Wirkweise

Die Wirkweise einer Smartwatch

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Das oben stehende Schema ist unter CC BY-SA Lizenz erschienen. Du kannst es jederzeit auf deiner eigenen Website einbinden:

<p><img src="http://wearables-tech.de/redesign/wp-content/uploads/2014/11/Smartwatch_Schema-2.png" width="800px" height="400px" alt="Schema zur Wirkweise einer Smartwatch">Die Wirkweise einer <a href="http://wearables-tech.de/redesign/smartwatches-wearables/" target="_blank" alt="Text zu Smartwatches">Smartwatch</a></p>

Wearables und Datenschutz

Natürlich sind die Geräte nicht nur unumstritten: Eine Debatte, die derzeit zum Thema Wearables geführt wird, ist die, wie der Gebrauch mit dem bestehenden Datenschutz und dem Datenschutz-Bedürfnis der Nutzer vereinbar ist. Viele Datenschützer sehen Probleme darin, dass hoch sensible Daten auf Servern rund um die Welt gespeichert werden, auf die die Erzeuger ebendieser keinen Zugriff haben. Der dadurch entstehende befürchtete Kontrollverlust macht vielen Menschen Angst. Andere stellen die gesammelten Daten sogar selbst ins Netz. Anbieter dagegen versuchen den Spagat zwischen Daten sammeln und Daten schützen zu schaffen.

Gerade in Deutschland, einem Land, in dem man technischen Neuerungen eher skeptisch gegenüber steht, werden besonders Smartwatches, die eine dauerhafte Internetleitung und somit auch einen dauerhaften Datenaustausch voraussetzen, kritisch beäugt. Die Server, an die die Daten gesendet werden, stehen zumeist im Ausland (zumeist in den USA). Daher greifen deutsche Datenschutz-Gesetze nur zu einem gewissen Teil. Gerade im Bezug auf die so einfach erstellbaren Bewegungsprofile gibt es viele Bedenken. Die Frage, ob diese Probleme durch die Vorteile, die Wearables dem Träger bieten können, aufgewogen werden können, muss der Nutzer selbst beantworten.

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Was sind Wearables? - Ein Fitness-Armband am Arm

Ein Fitness-Wearable am Arm.

Wearables Zukunft - Wearables Test 2016

Der Markt für Wearables ist derzeit stark am wachsen. Experten und Business-Analysten sehen einen riesigen Markt für die kleinen, tragbaren Rechner. Fachleute glauben, dass die Branche erst am Anfang steht. Bereits in diesem Jahr sollen nach Einschätzung der Forscher des Unternehmens Gartner weltweit 91 Millionen Geräte dieser Gattung verkauft werden. Wir können also gespannt sein, was die Zukunft mit ihren technischen Neuerungen bringen wird.

Wir hoffen, dieser Einleitungstext war eine Antwort auf die initiale Frage "Was sind Wearables?". Wir möchten Dich einladen, auch weitere Texte unserer Website anzusehen, um noch mehr Informationen zu diesem Trendthema zu erhalten.

Weitere Informationen: Smartwatches und Fitness-Wearables.