Wearables Tech

Fitness-Wearables - Vergleich und Test

Mit technischer Unterstützung gesünder leben

Fitness-Wearables treffen den Nerv der Zeit: Selten zuvor haben sich die Menschen so um ihre Gesundheit gesorgt wie heute. Der Erfolg gibt uns aber auch recht: Noch nie in der Geschichte sind wir so alt geworden, wie im 21. Jahrhundert. Und so tracken und vermessern wir uns und tun alles, um dem Körper etwas Gutes zu tun. Alles im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit.

Dabei helfen uns bereits in vielen Fällen die immer stärker aufkommenden kleinen Fitness-Wearables. Computer, die am Körper getragen werden, die selbst die kleinsten unserer Bewegungen erfassen und in Verbindung mit anderen Geräten oder Smartphones verfügbar und verständlich machen. Frei nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und gerade in den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Menschen dazu entschieden, ein solches Gerät am Körper zu tragen und so das eigene Leben ein wenig besser zu verstehen und gegebenenfalls zu optimieren.

Wie funktionieren Fitness-Tracker

Die smarten Devices sind mit einigen hochsensiblen Sensoren ausgestattet, die verschiedene Bewegungs- und Beschleunigungs-Muster erkennen und messen können. Hauptsächlich haben wir es dabei mit bewegungsmessenden und optischen Sensoren zu tun. Darüber hinaus bieten einige Geräte noch die Möglichkeit, per GPS zurückgelegte Entfernungen und erreichte Geschwindigkeiten direkt auf dem Gerät zu messen. Fehlt diese Funktion, kommt häufig ein Smartphone zum Einsatz, das diese ersetzt. Allgemein gilt: Das Smartphone bleibt das Rechenzentrum der Fitness-Wearables, das die mit Hilfe der Sensoren gesammelten Bits und Bytes von unverständlichem Digital-Kauderwelsch in logische Sprache und Diagramme umwandelt.

Häufig befinden sich in Fitness-Wearables auch Gyroskop-Sensoren. Ein Gyroskop ist ein sich sehr schnell drehender und symmetrischer Kreisel, der sich in einem beweglichen Lager dreht. Durch diese Drehbewegung ist der Kreisel recht unempfindlich gegenüber Neigung beziehungsweise Lageveränderung im Raum. Mithilfe dieses Bauteils können Fitness-Wearables Bewegungen und Wege messen und daraus spannende Erkenntnisse gewinnen.

Fitness-Tracker Test 2016: Welches ist das beste Fitness-Wearable?

Im Folgenden stellen wir eine Übersicht über unsere redaktionellen Favoriten auf. In dieser Top-Liste findest Du die Wearables, die wir im Moment gut finden. Zu jedem Device gibt es, sofern vorhanden, einen Kurztest. Gibt es keinen, bieten wir Dir weitergehende Links, die Informationen zum Device beinhalten:

Fitbit Charge HR

Fitbit Charge HR auf Amazon

Was soll ein Fitness Wearable können? Es sollte in der Grundausstattung Daten, wie die Aktivität, die zurückgelegte Strecke und im Idealfalle noch Schlafdaten erfassen. Es soll zudem einfach am Körper getragen werden können und nicht stören. Das alles leistet das Fitbit Charge HR Band in jedem Falle.

Das Device kann darüber hinaus aber noch viel mehr. Eines der Core-Features ist die Herzfrequenzmessung. Mittels eingebauter LED und einem Sensor kann dieser Wert einfach und schnell erfasst werden. Das Band greift dabei, wie soll es auch anders sein, auf den Puls am Handgelenk zurück.

Das Fitbit Charge trackt außerdem automatisch die Zeitspanne, in der man schläft. Dabei achtet das Fitness Wearable auch auf die Bewegungen, die man dabei ausführt. Bewegt man sich viel, schläft man nur leicht, bewegt man sich wenig, schläft man tief. Das Band kann so Profile und Statistiken erstellen und hilft, den eigenen Schlaf zu verstehen und zu optimieren.

Zu guter letzt soll noch auf die Möglichkeit hingewiesen werden, Mitteilungen, die auf dem Smartphone empfangen werden, direkt auf das Band zu schicken und dort am Display abzulesen. So kann man schnell mal checken, wer gerade anruft und welche Mails oder Whatsapp Nachrichten so reingekommen sind.

 

Garmin vívosmart HR

Garmin vívosmart HR auf Amazon

Das Garmin vívosmart HR ist ebenfalls ein klassischer Fitness Tracker mit interessanten Extras. Die grundsätzlichen Funktionen umfassen dabei (natürlich) das Aufzeichnen und Ausgeben von Parametern, wie zum Beispiel bewegungsintensive Minuten, Uhrzeit, Schritte, selbst definiertes Tagesziel, zurückgelegte Distanz oder die verbrauchten Kalorien. In Verbindung mit der App Garmin Connect können die so erhobenen Informationen anschaulich und leicht verständlich visualisiert werden.

Eine Besonderheit stellt das verbaute Touch Display dar. Mittels Berührungen kann man so die meisten Funktionen des Bandes steuern und Einstellungen vornehmen. Ansonsten bietet auch das vívosmart HR die Möglichkeit, die Herzfrequenz zu erfassen. Eine recht praktische Funktion, gerade für Sportler, die zum Beispiel die Herzfrequenz dazu nutzen, die optimale Fettverbrennung zu nutzen.

Über Smart Notifications können Informationen wie SMS, Anrufe, Kalender und Social Media Benachrichtigungen auf dem Band dargestellt werden. So ist man immer schnell informiert, ohne das Mobiltelefon aus der Tasche nehmen zu müssen.

 

Fitbit Flex

Fitbit Flex auf Amazon

Kommen wir nun mit dem Fitbit Flex zu einem Fitness Armband, wie es klassischer nicht sein könnte. Während viele andere hier vorgestellte Bänder nämlich zusätzliche Funktionen besitzen, die normalerweise  nur in Smartwatches integriert sind, ist das Flex in seinem Umfang und auch in der Optik auf das nötigste beschränkt.

Die Interaktion mit dem Band funktioniert mittels verschiedener Tipp-Gesten, die unterschiedliche Funktionen starten oder Einstellungen vornehmen. Darüber hinaus gibt es statt einem Display nur einige LED, die dem Nutzer zeigen, was das Band gerade misst oder in welchem Modus es sich gerade befindet.

Auch äußerlich wirkt das Wearable eher wie ein Armband als eine Uhr. Die Bänder können ausgetauscht werden, was sehr praktisch ist, wenn man das Flex an den eigenen Style oder an das Tagesoutfit anpassen will. Der Tracker selbst ist eigentlich nur eine sehr kleines Gerät, das in das Armband geschoben werden kann. Dadurch wirkt dieses Fitness Armband auch eher filigran als wuchtig.

Das Band misst Schritte, Strecke, verbrannte Kalorien und Minuten mit Aktivität. Darüber hinaus gibt es auch einen Schlaf-Modus. Das Wearable erkennt dabei, ob man schläft oder nicht und trackt, wie tief die Schlafphase zu einem bestimmten Moment ist. Wenn es dann Zeit zum aufstehen ist, kann das Device durch Vibration am Handgelenk diskret wecken, ohne, dass zum Beispiel der Partner erwacht.

Xiaomi Mi 1S

Xiaomi Mi Band 1S

Das günstigste Fitness Wearable auf dieser Seite kommt vom chinesichen Hersteller Xiaomi. Das Xiaomi Mi Band 1S ist dabei die aktuelle, weiterentwickelte Version des vorhergehenden Verkaufsschlagers. Der günstige Preis macht die Entscheidung zur Anschaffung mehr als leicht und so kaufen sich auch Menschen dieses Device, die eigentlich nicht so viel Geld für das Self-Tracking ausgeben und zunächst nur einmal reinschnuppern wollen.

Für wenig Geld bekommt man dann auch einiges geboten: Das Band zeichnet Daten zu den zurückgelegten Schritten, zur Schlafqualität und der aktiven Zeit auf. Darüber hinaus kann es sogar die Herzfrequenz messen. Erstaunlich für ein Gerät in dieser Preisklasse. Es ist interessant, dass all diese Funktionen denen der großen Mitbewerber in nichts nachstehen.

Das Band wird per Bluetooth Low Energy synchronisiert und es gibt eine eigene App in den gängigen App-Stores. Mit ein wenig technischem Verständnis, ist der Betrieb des Bandes mit einer anderen App jedoch ebenfalls möglich. Der Tipp für Menschen, die erst einmal nur austesten möchten, ob sie überhaupt interesse an Fitness Wearables haben. Es mag vielleicht nicht ganz so solide wirken, wie die Konkurenz, das ist dann aber für den geringen Preis zu verschmerzen.

Was bringt ein Fitness-Tracker?

Fitness-Tracker bieten ihren Trägern die Möglichkeit, vieles über die eigene Aktivität und den Zustand des Körpers zu lernen. Es ist uns nicht immer bewusst aber die meisten von uns, die wir im Büro arbeiten oder in Schule und Universität sitzen, bewegen sich nicht genug. Menschen, die den ganzen Tag im Büro am Schreibtisch verbringen machen häufig weniger als 2.000 Schritte am Tag. Ein Wert, der katastrophal niedrig ist. Langes Sitzen verkürzt die Lebenszeit um einen beträchtlichen Teil und führt zu Krankheiten und Ausfallerscheinungen. Die Gesundheit leidet massiv darunter. Nicht umsonst wird heute bereits überspitzt formuliert, dass sitzen das neue rauchen ist.

Wird einem nun aber in einer einfach verständlichen Form bewusst gemacht, wie wenig man eigentlich für den eigenen Körper tut und wird diese Information mittels intelligenter Systeme aufbereitet, kann die Anstrengung, die man in einen guten Lebensstil investiert, positiv bestärkt und somit auch gesteigert werden. Geht man dabei nun auf das Thema Wearables im Speziellen ein, reicht es zum Beispiel schon, wenn das Fitness-Armband, das man am Arm trägt, nach einem gewissen Zeitintervall vibriert und einem so mitteilt, dass man aufstehen und sich bewegen sollte. Doch dies ist nur einer der Anwendungsfälle, bei denen ein Wearable helfen kann. So kann zum Beispiel oft auch die eigene Ernährung über Tage, Wochen und Monate hinweg getrackt werden oder es werden die Kalorien gezählt, die zu sich genommen und verbraucht werden. Einige Devices bieten sogar die Möglichkeit, den eigenen Schlaf aufzuzeichnen, um am Morgen dann analysieren zu können, warum die vergangene Nacht keine ganz erholsame war.

Allgemein lässt sich sagen, dass ein Fitness-Tracker genau das bringt, was der Träger daraus macht. Es gibt keinen Zwang, ein solches Gerät zu tragen, es kann aber dabei helfen, ungesunde Angewohnheiten abzulegen und einen aktiveren Lebensstil zu verfolgen. Eine Hilfe, die oftmals ungeahnte Auswirkungen auf Psyche und Körper hat.

Bild eines Fitness Wearables

Fitness Wearable (hayabuzo @ Pixabay)

Fitness-Wearable: Welche Arten gibt es?

Sehr verbreitet sind heute die Fitness-Armbänder. Anbieter, wie zum Beispiel die von Herstellen, wie Fitbit, Jawbone oder Garmin. Diese Unternehmen bieten Armbänder, die am Handgelenk getragen werden und Bewegungen und Aktivität aufzeichnen. Diese Art von Wearables hat den Vorteil, dass es sich bequem trägt, den Nutzer so nicht stört und leicht in den Alltag integriert werden kann. Einige stört hier aber das Aussehen der Armbänder. Auch, wenn die Industrie mittlerweile auf besser aussehende Modelle setzt, gibt es noch immer das Problem, dass die benötigte Technik auf kleinem Raum untergebracht werden muss und die Bänder daher in der Regel eine gewisse Dicke haben, die als problematisch gesehen werden kann.

Eine weitere beliebte Form sind die Fitness-Tracker, die in Medaillen-Form verkauft werden. Diese können mit einer speziellen Halterung sowohl am Arm als auch am Gürtel oder in der Hosentasche getragen werden und eignen sich so zum Beispiel auch für Menschen, die von Berufs wegen keine sichtbaren Armbänder tragen können.

Daneben gibt es noch viele weitere Erscheinungsformen von Fitness-Wearables. Einige von ihnen haben wir Dir ja bereits in unserer Top Liste gezeigt.